Beratung für Frauen

Vereinbarkeit Familie und Beruf


Beruf und Familie gut vereinbaren zu können, ist Eltern mit Familienverantwortung ein großes Anliegen und stellt gleichwohl eine Herausforderung dar. Familiengründung und Kinder beeinflussen insbesondere bei Frauen das Erwerbsverhalten. So schränken vor allem  jüngere Mütter zu Beginn der „aktiven Familienphase" ihre Berufstätigkeit merklich  ein. Insbesondere Alleinerziehende finden durch häusliche Bindung aufgrund der Kindererziehung nur schwer einen Weg für den (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben.

Der Vingster Treff hat schon sehr früh Eltern mit Familienverantwortung, insbesondere Alleinerziehende zum Thema „Vereinbarkeit Familie und Beruf" beraten. Aufgrund der hohen Nachfrage insbesondere von Frauen in der Beratungsstelle zu den Themen „Berufsrückkehr und Unabhängigkeit von staatlichen Transferleistungen", führte dies erstmals 1998 zu einer Beauftragung durch die Stadt Köln ein Modellzielgruppenprojekt für alleinerziehende Frauen anzubieten.

Seit 2005 bietet der Vingster Treff ein zielgruppenorientiertes Projekt für junge (allein)erziehende Frauen unter 25 Jahren im Auftrag des Jobcenters an, in dem junge Frauen mit Familienverantwortung bei der Entwicklung von beruflichen Perspektiven unterstützt werden. Eine angegliederte Kinderbetreuung sorgt dafür, dass die Frauen sich in Seminaren und Coachings weiterbilden können, während die Kinder in dieser Zeit fachlich betreut werden.

Ein Schwerpunkt war und ist bis heute die seit 2005 gesetzlich verankerte Möglichkeit eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren und Unternehmen für das Arbeitszeitenmodell zu gewinnen.

Der Vingster Treff war von 2010 - 2012 an dem EU Projekt „Gute Arbeit für Alleinerziehende" beteiligt und wirkte 2011 am Projekt „Netzwerke für Alleinerziehende" aktiv mit.

Seit 2013 führt der Vingster Treff in Auftrag des Jobcenters und in Kooperation mit der VHS (Volkshochschule Köln) und Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. die Maßnahme „Kölner Alleinerziehende im Aufbruch" durch.

Während in den Anfangsjahren vorwiegend die alleinerziehenden Frauen im Mittelpunkt standen, hat sich die Zielgruppe nunmehr auch auf Familien mit Partner und auf (allein)erziehende Väter erweitert, die durch viele verschiedene zielgruppengerechte Angebote Unterstützung bei ihrer individuellen Berufswegeplanung und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Beratung und Unterstützung erhalten.